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Schwurgerichtskammer verhandelt ab dem 26.07.2017 den PIRA-Anschlag auf die britische Kaserne aus dem Jahr 1996

Pressemitteilung 14/17

OSNABRÜCK. Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Osnabrück verhandelt am Mittwoch, dem 26.07.2017 ab 10:15 Uhr im Saal 272 gegen einen jetzt 48-jährigen Angeklagten aus Irland, z. Zt. JVA Sehnde, wegen versuchten Mordes, Az. 6 Ks 4/17. Die Kammer hat 14 Fortsetzungstermine (02.08., 09.08., 11.08., 15.08., 23.08., 31.08., 21.09., 22.09., 16.10., 25.10., 07.11., 28.11., 05.12. und 13.12.2017) jeweils um 10:15 Uhr anberaumt.

Worum geht es?

Der Angeklagte soll Mitglied einer sog. „Active Service Unit („ASU") der Provisional Irish Republican Army („PIRA"), einer paramilitärischen Organisation, gewesen sein. Auftragsgemäß soll er am 28.06.1996 gemeinsam mit mindestens vier weiteren Personen arbeitsteilig unternommen haben, in der britischen Kaserne „Quebec-Barracks" in Osnabrück-Eversburg eine unbestimmte Anzahl britischer Soldaten zu töten und einen möglichst hohen Schaden an Einrichtungen der Kaserne zu verursachen. Zu diesem Zweck sollen einzelne oder alle Mitglieder des Kommandos am 28.06.1996 einen Klein-Lastkraftwagen vor den Nebeneingang der Kaserne abgestellt haben, auf dessen Ladefläche sich eine selbstgebaute Werferbatterie mit drei Mörsergranaten befunden haben soll. Zwei der aus der Batterie abgefeuerten Geschosse sollen aufgeschlagen sein, ohne zu explodieren; das dritte der Geschosse soll gegen 18:50 Uhr auf der Betonfahrbahn neben der Tankstelle der Kaserne explodiert sein. Zum Tatzeitpunkt sollen sich - was den Tätern bekannt gewesen sein soll - zahlreiche Angehörige der britischen Armee auf dem Kasernengelände befunden haben. Nur durch glückliche Umstände sollen Menschen weder verletzt noch getötet worden sein. Durch die Explosion sollen erhebliche Sachschäden entstanden sein. Einer der Täter wurde bereits im Jahr 2003 vom Oberlandesgericht in Celle rechtskräftig wegen versuchten Mordes in einer unbestimmten Anzahl von Fällen in Tateinheit mit vorsätzlichem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Zugang für Medienvertreter mit Anmeldung

Interessierte Medienvertreter werden gebeten, sich bis zum 21.07.2017 per E-mail bei der Pressestelle unter Angabe von Namen, Adresse und Presseorgan, für welches die Person erscheint, anzumelden. Da nur eine begrenzte Zahl von Pressevertretern zugelassen werden kann, ist eine umgehende Anmeldung zu empfehlen. Die Vergabe der Plätze erfolgt


Tel.: (0541) 315-1185 Fax: (0541) 315-6167


www.landgericht-osnabrueck.niedersachsen.deLGOS-Pressestelle@justiz.niedersachsen.de


nach der Reihenfolge der Anmeldung. Für den Zutritt ist an allen Prozesstagen darüber hinaus ein gültiger Presseausweis bereit zu halten.

Die Medienvertreter, die sich angemeldet haben, erhalten die Akkreditierungskarten am 26.07.2017 ab 09:00 Uhr gegen Vorlage ihres Presseausweises im Eingangsbereich durch die Wachtmeisterei.

Mit dieser Akkreditierungskarte erhalten die Medienvertreter ab 20 Minuten vor Sitzungsbeginn Zugang zum Schwurgerichtssaal. Im Saal sind bis 10 Minuten vor Sitzungsbeginn für die Presse 20 Plätze reserviert, davon vier für Vertreter britischer bzw. irischer Medien. Bis dahin nicht eingenommene Plätze werden an wartende Zuhörer vergeben. Wegen der Sicherheitskontrollen wird um rechtzeitiges Erscheinen gebeten.

Durch einen Presseausweis legitimierte Medienvertreter dürfen ihre Mobiltelefone und mobilen Computer in den Sitzungssaal mitbringen. Die Mobiltelefone sind im Sitzungssaal auszuschalten. Die Benutzung von mobilen Computern im Sitzungssaal ist nur im Offline-Betrieb gestattet. Ton-, Bild- und Filmaufnahmen dürfen mit diesen Geräten nicht durchgeführt werden. Das Telefonieren, Twittern und sonstige Versenden von Nachrichten, das Abrufen von Daten sowie jegliche Nutzung des Internets im bzw. aus dem Sitzungssaal sind nicht gestattet.

Insbesondere in Fällen von Verstößen gegen diese Anordnungen behält sich der Vorsitzende sowohl eine sofortige Verweisung der Zuwiderhandelnden aus dem Sitzungssaal als auch eine sofortige Änderung der Anordnungen zur Nutzung von Laptops bzw. dem Mitführen von Mobiltelefonen im Sitzungssaal vor.

Ton- und Filmaufnahmen

Durch einen gültigen Presseausweis legitimierte Medienvertreter dürfen - ebenfalls nach vorheriger Anmeldung - vor Beginn der Verhandlung für 15 Minuten im Sitzungssaal filmen und fotografieren. Das Gericht darf bei seinem Einzug gefilmt und fotografiert werden. Abbildungen des Angeklagten sind mittels geeigneter technischer Maßnahmen zu anonymisieren („pixeln"). Bild und Tonaufnahmen nach der Verhandlung und außerhalb des Verhandlungssaales sind nur nach Erteilung einer Foto- oder Drehgenehmigung durch die Pressesprecher gestattet. Kameras und Mikrofone dürfen während der Sitzung nicht im Saal gelagert werden und sind zu hinterlegen.



Dr. Katrin Höcherl
- Pressestelle-
Landgericht Osnabrück
Neumarkt 2
49074 Osnabrück
Telefon: 0541 - 315 1185
Telefax: 0541 - 315 6117
mailto:LGOS-Pressestelle@justiz.niedersachsen.de
www.landgericht-osnabrueck.niedersachsen.de

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