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BGH bestätigt Urteil im Fall Hannerle Mensen




Pressemitteilung 6/18


22.02.2018



OSNABRÜCK. Die Verurteilung eines 61-jährigen Mannes zu 10 Jahren Freiheitsstrafe wegen der Tötung einer Rentnerin aus Bad Rothenfelde ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die Revisionen des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft verworfen (Az. 3 StR 360/17).

Die Schwurgerichtskammer des Landgerichts hatte den Angeklagten mit Urteil vom 13.03.2017 wegen Totschlags schuldig gesprochen (Az. 6 Ks 12/16). Mordmerkmale hatte die Kammer nicht festgestellt. Nach durchgeführter Beweisaufnahme stand für die Kammer fest, dass der inzwischen 61-jährige Angeklagte die Rentnerin am 05.02.2016 in seiner Wohnung in Hilter tötete. Die Frau sei gegen 14:00 Uhr zum Mittagessen bei dem Angeklagten erschienen. Nachdem er im Anschluss daran einige Besorgungen für oder mit der Rentnerin erledigt habe, sei es nach der Rückkehr in die Wohnung des Angeklagten zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen der 79-jährigen Frau und dem Angeklagten gekommen, in deren Verlauf der psychisch labile Angeklagte der Rentnerin einen Müllsack über den Kopf gestülpt und diesen mit einem Klebeband um den Hals fixiert habe. Nachdem die Frau erstickt sei, habe der Angeklagte sie komplett in Müllsäcke gewickelt und die Leiche in seinem Auto verstaut. Noch am selben Abend habe er die Leiche aus dem Haus geschafft und spätestens am Morgen des Folgetages in der Nähe eines Wanderparkplatzes bei Dissen im Wald vergraben.

Der Bundesgerichtshof entschied auf die Revisionen des Angeklagten und der Staatsanwaltschaft, dass das Urteil der Schwurgerichtskammer keine Rechtsfehler aufweist. Die Beweiswürdigung des Landgerichts beruhe auf einer bewertenden Gesamtschau aller maßgeblichen objektiven und subjektiven Tatumstände des Einzelfalls und sei nicht zu beanstanden. Nach Verwerfung der Revision ist das Strafverfahren nunmehr abgeschlossen. Der Verurteilte muss die Haftstrafe verbüßen.



Dr. Katrin Höcherl
- Pressestelle-
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