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Prozessauftakt wegen Vorwurfs des schweren Bandendiebstahls

Prozessauftakt wegen Vorwurfs des schweren Bandendiebstahls


Pressemitteilung 2/19

07.01.2019



Die 12. große Strafkammer des Landgerichts Osnabrück verhandelt ab Mittwoch, den 09. Januar 2019, um 09.30 Uhr in Saal 272 in einer Strafsache gegen sechs aus den Niederlanden stammende Angeklagte wegen des Vorwurfs des schweren Bandendiebstahls. Zu dem ersten Termin sind zwei Dolmetscher geladen. In diesem Termin soll die Anklage verlesen werden, zudem sollen die Angeklagten Gelegenheit erhalten, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Die Kammer hat eine Reihe an Fortsetzungsterminen anberaumt, u.a. am 14. und 21. Januar. Die bisher letzten Termine sind für den 25., 26. und 27. März 2019 anberaumt. Die hier genannten Fortsetzungstermine beginnen jeweils um 09.00 Uhr in Saal 272 des Landgerichts.


Die Angeklagten sollen Mitglieder einer ca. 300 Familienmitglieder starken Großfamilie sein. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, sich spätestens ab Juli 2017 bis Juli 2018 zusammengeschlossen zu haben, um in Deutschland Einbruchdiebstähle, insbesondere in Einfamilienhäuser und landwirtschaftliche Anwesen, zu begehen. Dabei sollen sich zunächst zwei der Angeklagten mit einem gesondert verfolgten weiteren Familienmitglied zusammengetan haben. Im Verlauf der Zeit sollen sich die übrigen Angeklagten und weitere gesondert verfolgte Mittäter angeschlossen haben. Durch die Erlangung von Schmuck und Bargeld aus den Taten sollen die Mitglieder der Gruppierung ihren Lebensunterhalt bestritten haben.


Gegenstand der Anklage sind insgesamt 27 Fälle, von denen es in einigen beim Versuch blieb. Dabei soll ein Gesamtschaden von mindestens 46.241,00 € entstanden sein. Die angeklagten Taten sollen sich in einem größeren regionalen Bereich im westlichen Niedersachen und Nordrhein-Westfalen ereignet und sowohl Privatwohnungen als auch Gewerbebetriebe betroffen haben.


Interessierte Medienvertreter dürfen - ohne vorherige Anmeldung - vor Beginn der Verhandlung für 15 Minuten im Saal 272 des Landgerichts filmen und fotografieren. Das Gericht darf bei seinem Einzug gefilmt und fotografiert werden. Abbildungen der Angeklagten sind mittels geeigneter technischer Maßnahmen zu anonymisieren ("pixeln"). Bild- und Tonaufnahmen nach der Verhandlung und außerhalb des Verhandlungssaales sind nur nach Erteilung einer Foto- oder Drehgenehmigung durch die Pressesprecher gestattet.

Ab 09.15 Uhr steht Ihnen der Pressesprecher des Landgerichts für O-Töne im Sitzungssaal zur Verfügung, ohne dass es hierfür einer Anmeldung bedarf.







Richter Dr. Christoph Sliwka, LL.M. (Cambridge)
- Pressestelle -
Landgericht Osnabrück,
Neumarkt 2, 49074 Osnabrück
Telefon: 05 41 - 3 15 1151 Telefax: 05 41 - 3 15 6248
mailto:LGOS-Pressestelle@justiz.niedersachsen.de
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