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Schadensersatz wegen Sargbeschädigung

Parteien einigen sich auf Zahlung von 500,- €


28.02.2011

OSNABRÜCK. Der Rechtstreit zwischen dem auf Schadensersatz klagenden Sohn und der Stadt Osnabrück wegen der Sargbeschädigung ist endgültig beigelegt. Die Parteien haben heute in der mündlichen Verhandlung den gerichtlichen Vergleichsvorschlag angenommen. Die Stadt Osnabrück zahlt an den Kläger einmalig 500,- €. Damit sind sämtliche Ansprüche abgegolten.

Der Kläger hat zwar mit seiner Klage eine deutlich höhere Summe gefordert. Er hat aber in seiner mündlichen Anhörung erklärt, dass es ihm in erster Linie nicht um Geld, sondern um eine Entschuldigung der Stadt gehe. Der Vertreter der Stadt Osnabrück hat daraufhin im Termin zum Ausdruck gebracht, dass man den unglücklichen Verlauf der Beerdigung des klägerischen Vaters sehr bedauere und zu einer symbolischen Zahlung bereit sei. Der Richterin ist es dann in der Güteverhandlung gelungen, die unterschiedlichen Vorstellungen der Parteien zur Höhe dieser Zahlung zusammen zu bringen.

Zum Hintergrund:

Im Juli 2010 wurde der verstorbene Vater des Klägers bei einer Trauerfeier auf einem städtischen Friedhof in Osnabrück beerdigt. Der Sarg passte jedoch nicht in die ausgehobene Grube. Beim Versuch, den Sarg in die Grube einzulassen, kam es zu einer Schrägstellung des Sargs mit einem hörbaren Aufprall des Leichnams. Erst nachdem die Grube zwischenzeitlich vergrößert worden war, konnte der beschädigte Sarg in die Grabstelle eingelassen werden, vgl. Pressemitteilung Nr. 10/11 vom 25.02.2011.


Der Zivilprozess

In einem Zivilprozess, in dem Streitigkeiten zwischen Bürgern verhandelt werden, soll das Gericht in jeder Lage des Verfahrens auf eine gütliche Beilegung des Rechtsstreits hinwirken, § 278 Zivilprozessordnung.

Der Vergleich beendet den Rechtsstreit. Die Kammer muss daher nicht mehr Beweis darüber erheben, ob die Stadt das in die Grabstelle eingesetzte Grabfundament fehlerhaft errichtet oder die Grube zu klein ausgehoben hat.

Holger Janssen
Richter am Landgericht
- Pressesprecher -
Landgericht Osnabrück
Neumarkt 2
49074 Osnabrück
Telefon: 05 41 - 3 15 11 16
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E-Mail: holger.janssen@justiz.niedersachsen.de
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